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Bergnamen mit keltischem Hintergrund


Apfalter
Apfel-Heros an der Schwelle zur Anderswelt

Apfalter oder Abfalter ist nicht nur ein Berg- (und Flur-) Name, sondern auch der Name eines sagenhaften Riesen der Ostalpen - also eines zum „Riesen” mutierten bzw. herabgewürdigten Heros der Kelten. (Vgl. die Sage vom Riesen Abfalter) Im Berg- und im Herosnamen, der unmittelbar mit Avalon verwandt ist, ist die sym-bolische Bedeutung, die Botschaft unserer keltischen Ahnen, relativ leicht abzulesen!

Abfalter oder Apfalter weist namentlich auf einen Baum und seine Früchte, auf den Apfelbaum hin. Hinter den Früchten des Apfelbaums verbirgt sich der Schlüssel zum keltischen Kern der Symbolik, eine Art „Ticket” für das Ewige Leben. Bäume waren unseren keltischen Vorfahren an sich schon heilig. Mit Apfelbäumen hatte es aber noch eine ganz besondere Bewandtnis. „Der Apfelbaum war der edelste Baum von allen, denn er war der Baum der Unsterblichkeit.” (Robert von Ranke-Graves) Der Apfel ist ein Rosengewächs, das schon in den Blüten die Fünf-Zahl, die Heilige Zahl des lustvollen Ewigen Lebens, aufzeigt. Äpfel waren bei den Kelten die Verkörperung des Ewigen Lebens. Sie versinnbildlichen anschaulich den Glauben an den ewigen Kreislauf des Lebens, an den paradiesischen Jungbrunnen Anderswelt und an die irdische Wiedergeburt. Das drückt sich auch im Wort selbst aus.


US-Kommerz: Fünf Blütenblätter im TV-Apfelparadies für Männerfantasien (Desperate Housewives)

Wie wir bei der Erklärung der Herkunft des Wortes Apfel ausführen, ist diese „Stammwort” nahe verwandt dem (alt-) keltischen aballa, aus dem sich z.B. Avalon, die (Apfel-)Insel des Ewigen Lebens aus dem Artussagenkreis ebenso ableitet, wie „Emhain Abhlach”, die Apfel- und Anderswelt-Insel aus den Sagen des Keltenheros Bran. Der mythologische Bruder des Bran in den heimischen Ostalpen, der im Christentum zum Riesen mutierte Andersweltheros Apfalter, trägt nun den paradiesischen Apfel sogar unmittelbar im Namen. Die Zusammenhänge sind unüberhörbar. Und die (nicht sehr hohen) Berge und Flure dieses Namens waren bei den Kelten nichts anderes als eine Art „Vorzimmerin die paradiesische Anderswelt, den verjüngenden Aufenthaltsort der Verstorbenen bis zu ihrer irdischen Wiedergeburt.


© Georg Rohrecker

Update: 30.12.2007

 

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