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> Barde Dass
der Barde aus dem Keltischen kommt, ist spätestens
seit Asterix und Obelix eine aufgelegte Sache. Der keltische bardos
war ursprünglich einer, der „die Stimme erhebt”, also
gereimte Reden schwingt. Nach den DruidInnen und Fili bildeten die Barden,
die Meisterdichter den dritten Rang im keltischen Kultpersonal mit bestimmten
Vorrechten. Ihre Lobreden galten ursprünglich
mythologischen Helden und tapferen Königen und waren eine besondere
Ehre. Wen sie mit Flüchen oder Satire
bedachten, der konnte andererseits gesellschaftlich erledigt sein.
Eine Art verklärt romantisierende „Wiedergeburt” aus politischen Gründen erfuhren die so genannten Barden im 19. Jahrhundert ausgehend von Irland. Als in unseren Breiten verstärkt germanische Helden angesagt waren, kam es auf der Grünen Insel zur Stärkung des dortigen „National-Bewusstseins” zu einer Wiederbelebung des Keltischen - oder was dafür ausgegeben wurde - mittels fantastischer Barden-Revivals und einschlägig kostümierter Meetings und Wettkämpfe. Diese maskeradenartigen Events, die sich - nicht nur unter den Einheimischen - größten Zulaufs und entsprechender Beachtung erfreuen, haben mittlerweile alle nationalen oder sonstigen Grenzen überwunden und sich sowohl real als auch virtuell „world wide” verbreitet und banalisiert. Mittels Playstation und PC kann heute jeder seinen eigenen heruntergekommener Barden spielen. - Die sprachliche Wurzel ist jedenfalls keltisch! © Georg Rohrecker Update: 05.10.2008
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