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Die Donau
Strom und uralte, ewig junge Muttergöttin!

Zwar gibt es römisch-germanisch fixierte ostalpine Ober-Keltologen, die sich nicht zu blöd sind, in klassisch chauvinistischer Manier einen angeblichen römischen Flussgott Danuvius dafür verantwortlich zu machen. Doch Österreichs bei weitem größter - und Europas zweitgrößter, auf über 2800 km den Kontinent verbindender - Fluss, die Donau, an deren Oberlauf schon die alten Griechen die Wilden Kelten-Kerle vermuteten, leitet ihren Namen unmittelbar von der keltischen Großen Urmutter Dana oder Danu ab, die u.a. sogar – den Germanen sei´s gepfiffen – Dänemark und dem Don ihren Namen verlieh.

Auch wenn's den Germanen-Freunden und Chauvie-Kapazitäten nicht ins Weltbild passen mag: Danu - auch Anu oder Ana - ist die indoeuropäische Mutter-Göttin schlechthin. Die Stammsilbe Ana dürfte sogar schon in der Altsteinzeit über Europa und Asien verbreitet gewesen sein. Und vielleicht wurde bereits die an den heimischen Ufern der Donau gefundene sogenannte Venus von Willendorf einst so oder so ähnlich angesprochen. Jedenfalls waren unseren keltischen Ahnen Flüsse weiblich, unmittelbare Bündelung des (zutiefst weiblichen) Wassers, als eindeutiges Element des Lebens und der Fruchtbarkeit. (Da beißt kein Hähnchen ein'n Faden 'von ab!)

Auf Urmutter Danu beriefen sich jedenfalls die Kelten des europäischen Festlandes ebenso wie die so genannten Insel-Kelten Irlands, die sich als ihre Abkömmlinge, als Thuatha Dé Dan-ann bezeich-neten! -Ann? Richtig erkannt! Auch die Heilige Anna, die angebliche Mutter der christlichen Gottesmutter, die von der Bretagne aus Europa eroberte, ist tatsächlich eine getaufte Alternative! - der Großen Muttergöttin (D)Ana, die einst unter anderem der Donau einen würdigen keltischen Namen gab! Die zentrale indo-europäische Urmutter-Silbe steckt zuletzt auch in Ana-Beth oder Ambeth, der zentralen Liebes-, Fruchtbarkeits- und Gebärerinnen-Komponente der keltischen Bethen-Trinität unserer (un-germanischen) heidnischen Vorfahren.
 

Danu-Fantasie ©
celtictale.com

© Georg Rohrecker

Update: 16.11.2008


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