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Gab es bei den Kelten Druidinnen?
Gleichberechtigung beim Kultpersonal

Im Gegensatz zur heutigen römisch-katholischen Kirche, die den Frauen aufgrund ihres Geschlechts die „Kultfähigkeit” abspricht, war bei unseren keltischen Ahnen der Zugang zum Kultpersonal kein männliches Monopol. Bis zum höchsten „Amt” des Druiden gab es weder ein Vorrecht des Geschlechts noch der Geburt! Einziges Kriterium für eine Rolle im Stab der BewahrerInnen des Heiligen Wissens, war die entsprechende reglementierte Ausbildung, die unterschiedslos allen jungen KeltInnen offen stand. - Es wäre auch absurd und für unsere Vorfahren völlig unverständlich gewesen, in ihrer weiblich dominierten Religion gerade die Frauen vom Priesteramt auszuschließen!

Es ist daher umgekehrt kein Zufall, dass am Dürrnberg über Hallein gerade in einem keltischen Frauengrab ein Kult-Stab (Bild rechts) gefunden wurde, der vermutlich die Funktion eines Berufsabzeichen erfüllte, konkret wohl der Hinweis auf eine Seherin (Fili). Der höchste Stand des keltischen Kult-Personals, der der DruidInnen scheint den Gleichheitsgedanken besonders ernst genommen zu haben und glänzte - auch dabei wieder im Gegensatz zum katholischen Klerus - bis ins Grab mit dem Verzicht auf besondere Rang-Abzeichen. Weshalb es umgekehrt bis heute nicht möglich ist, die Gräber ehemaliger DruidInnen als solche zu identifizieren.

Bild re.: Beigaben aus einem Frauengrab am Dürrnberg über Hallein (oben Kultstab), © Keltenmuseum Hallein
 

© Georg Rohrecker

Update: 03.02.2007

 

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