| 10.
Mai 1901 |
Geboren
in Wien |
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Internatsschüler
im OÖ Stiftsgymnasium Kremsmünster |
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Studium
am „Seminar für Germanische Sprachgeschichte
und Altertumskunde” an der Uni Wien,
eine Art „deutschnationale Kaderschmiede”
des antisemitischen Germanisten Rudolf
MUCH.
Nationalkonservativer Burschenschafter |
| ab
1921 |
Mitglied
des deutschnationalen, antisemitischen „Wiener akade-mischen
Vereins der Germanisten” |
| 1922
- 1928 |
Mitglied
der SA in Wien |
| 1925 |
Dissertation bei Much „Über
das Genus der deutschen Lehn-wörter im Altwestnordischen
und Altschwedischen” |
| 1928 |
Assistent
beim „Deutschen Sprachatlas” in Marburg,
einem Instrument zur Dialekt- und „Sprachinsel”-Forschung
(in Polen, der Tschechoslowakei, Ungarn, Jugoslawien usw. bis
Russland) zur „Beweisführung”
deutscher Gebietsansprüche in (Süd-)Ost-Europa |
| 1928
- 1932 |
Lektor
für Deutsche Sprache an der Universität Uppsala |
| 1932 |
Habilitation
in Wien über „Kultische Geheimbünde der
Ger-manen” (Bekenntnis zum Nationalsozialismus
bzw. Apologie der SS) - „Die eigenste Begabung
der nordischen Rasse, die staatenbildende Kraft, fand in den Männerbünden
ihre Stätte und hat sie zu reichster Entfaltung getrieben.
Sie sind zu Mächten emporgewachsen, die Tragkraft und Stoßkraft
(sic!) besaßen...” |
| 1934
- 1938 |
Professur
für Germanische Altertumskunde an der Uni
Kiel |
| 1935 |
NSDAP-Anwärter
(Anwärter-Karte Nr. 55904) - Aufnahme 1937 mit der Nr.
5 443 927 |
| 1937 |
„Zur
Erkenntnis des deutschen Wesens, Ein Bild der ge-samtgermanischen
Kultur”.
Zitat: Die „Fähigkeit zur kämpferischen
Ekstase” ist ein „we-senhafter Grundzug
der nordischen Germanen” und ihre „Sturmgottes”
Wotan (dem Anführer der „Wilden
Jagd”) des „obersten Gottes der Germanen,
weil er ihre aktivste Seite dar-stellt”!
Polemik „gegen die Macht des Untermenschentums,
die sich in dem ewigen Juden
verkörpert”.
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Vortrag
am Erfurter Historikertag über „Das
Germanische Konti-nuitätsproblem” und „Das deutsche
Volk als biologische und geistige Erben der Germanen”. |
| 1938 |
Sonderdruck
des „Reichsinstituts für die Geschichte des
Neuen Deutschland”: „Das Germanische
Kontinuitäts-problem” (Volksbräuche
und Sagen seien „unverfälschtes
Germanentum”!)
Laut dem Dekan (später Rektor) der
Uni München und Führer des SS-Ahnenerbes,
Walter WÜST,
ist Höfler für die SS „auf
seinem Gebiet völlig unersetzlich”!
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| 1938
- 1945 |
Lehrstuhl
für „Germanische Philologie, deutsche
Volkskunde und Nordistik” an der Uni München
(protegiert von SS-Reichs-Führer Heinrich Himmler)
- in dieser Zeit ist O. H. u.a. Lehrer von Mohammed
RASSEM (später Soziologie-Prof. in Salzburg) |
| 1939 |
Publikation
einer „antisemitisch rassistischen Denunzierung
des Literaturwissenschaftlers Friedrich Gundolf”
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| 1943
- 1944 |
Leiter
eines deutschen „Auslandsinstitut”
(Deutsches Wissenschafts-Institut) im besetzten dänischen
Kopenhagen (Gestapo-Tarneinrichtung) |
| 1945 |
Kurzzeitig
„Berufsverbot” wegen NS-Betätigung |
| 1950 |
Lehrbefugnis
als a.o. Prof. für Skandinavistik an der
Uni München |
| 1952 |
„Germanisches
Sakralkönigtum” |
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„Balders
Bestattung und die nordischen Felszeichnungen” |
| 1957
- 1971 |
Lehrstuhl
für Ältere Germanistik an der Uni Wien
- u.a. (stark prägender) Lehrer von Peter WIESINGER
und Helmut BIRKHAN.
Birkhahn 2005: „Das internationale Flair
(sic!) ist erst mit Höfler gekommen, er
war für uns alle sozusagen ein Kulturheros
(sic!).” |
| 1958 |
Mitarbeiter
am Lexikon „Religion in Geschichte und Gegen-wart”,
Autor zu Artikeln wie „Geheimbund”
u.a. NS-Versatz-stücken |
| 1973 |
„Verwandlungskulte,
Volkssagen und Mythen” (Die - im 19. und 20. Jh.
krampfhaft in die Ostalpen exportierte - „Wilde
Jagd” sei ein „Germanischer Kernmythos”!) |
| 1975 |
„Theoderich
der Große und sein Bild in der Sage” |
| 1976 |
Helmut
Birkhan (Hg.), „Festgabe für
Otto Höfler zum 75. Geburtstag” |
| 1978 |
„Siegfried,
Arminius und der Nibelungenhort” |
| 25.
Aug. 1987 |
Gestorben
in Wien |
| 1992 |
Otto
Höfler, „Kleine Schriften,
Ausgewählte Arbeiten zur ger-manischen Altertumskunde und
Religionsgeschichte, zur Literatur des Mittelalters, zur germanischen
Sprachwissenschaft sowie zur Kulturphilosophie und -morphologie”,
hrsg. von Helmut BIRKHAN
(!), mittlerweile
emeritierter Wiener Germanist und „Keltologe”. |