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> Kahlenberg Als die Menschen der Steinzeit mit der Erfindung der Landwirtschaft ihr bisheriges Nomaden- und Jägerleben aufgaben und sesshaft wurden, veränderten sich auch ihre Vorstellungen von dem was göttlich sei. Zwar dominierte noch immer das weibliche Prinzip, doch in der religiösen Symbolik war als Verkörperung und Attribut der großen Muttergöttin an die Stelle der Hirschkuh das Rind getreten. Ein Bild, das sich insbesondere auch in den mythologischen Vorstellungen unserer keltischen Ahnen stark wiederspiegelte und in Bildwerken, Sagen, Orts- und Bergnamen bis heute nachklingt.
So
dürfte z.B. der keltische Name von Wien, Vindobona,
von Bovinda, der Weißen Kuh
(-Göttin) stammen. Und auch der Name Kahlenberg
– der übrigens bis ins 17. Jahrhundert dem heutigen Wiener
Leopoldsberg gehörte
– stammt nicht von „glatzerten” Männern oder
Fluren, sondern von Kal oder Cal,
einem keltischen Wort für Rind bzw. Kuh.
Und von Kal haben auch Kalbin (weibl. Kalb)
bzw. Kalm (Koim – österr. Dialektwort für
eine junge Kuh im Zustand der „Jungfräulichkeit”) und
Kälbchen ihre, damit als genuin keltisch ausgewiesenen
Namen.
© Georg Rohrecker Update: 22.06.2008
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