Statistics

Die Kelten Österreichs Druiden - Wilde Frauen - Andersweltfürsten ErlebnisWandern Tennengau Georg Rohrecker ErlebnisWandern Rund um Salzburg
 
Die Kelten
Basis-Information
 

Home > Die Kelten > Häufige Fragen > Menschenopfer

Brachten die Kelten Menschenopfer
– und, wenn ja, wem?

Schlachtfeld wüster Pennälerfantasien in klassischer Manier

Was die - seit Cäsar kolportierte - besonders üble Nachrede keltischer „Men-schenopfer” betrifft, die natürlich ein Zeichen abstoßender „Barbarei” wären, fehlen (trotz blutrünstiger Spekulationen manch fantasievoller Alt-Keltologen oder ähnlich veranlagter Altertumsforscher heimischer Provenienz) an der ostalpinen Wiege des Keltischen bislang alle schlüssigen Beweise. Aber: Ruhig Blut! Bei näherer Betrachtung ergibt sich aus dem zweiten Teil der Frage (wem denn Menschen geopfert worden sein könnten) ohnehin sehr deutlich die Absurdität angeblicher Menschenopfer! Den Muttergöttinnen ihre Töchter und Söhne zu opfern, hätte für die Kelten nicht nur keinen Sinn ergeben, sondern auch ihrer „Weltanschauung” völlig widersprochen!

Derartig haarsträubende Gräuelpropaganda geht bezeichnenderweise auf jene überaus parteilichen antiken „Historiker” zurück, nach deren Zeugnissen wir z.B. auch zu schlucken hätten, dass die frühen Christen blutschänderische Kannibalen gewesen wären. Das zu behaupten, verbietet sich jedoch für die derzeit etablierten Wissenschaftler mit einem minimalen Anspruch auf jene Seriosität, die manche „Kapazitäten” unter ihnen zumindest gerne als verbale Keule gegen von ihnen so bezeichnete Hobby-Forscher einsetzen! („... was du sein?” E. Jandl)

Es besteht also kein triftiger Grund, sich mit solchen blutrünstigen Hirngespinsten noch weit-schweifend auseinander zusetzen - nicht wenn bizarre Filme draus wurden, aber auch dann nicht, wenn solcher Schwachsinn gar - und mit erstaunlich mangelhaften Deutsch- und Geschichtskenntnissen - aus heimischen Quellen im Internet und vor Ort verbreitet wird. Dies betrifft z.B. die absurde Spezialität angeblicher „Witwentotenfolge” per Verbrennung des „Hausstaats” (sic!) samt Weib und Kind in einer Kärntner Keltenwelt, in der die Erläuterungen zur Witwen-und-Kinder-Verbren-nungsstätte in den Unterrichtsgegenständen Deutsch und Geschichte auf jeden Fall mit „Nichtgenügend” zu bewerten wären! (Dorthin „verlinken” wir nicht!)

Bild rechts: Cäsars Zeugnis als Horror-Film-Vorwand

 

© Georg Rohrecker

Update: 30.12.2007

 

SITEMAP