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Zell am ...
Als
Zellen noch für Hilfe und Orientierung standen
Immer
wieder Heiliges und Heiligtümer!? Sogar
bei Zellen? Heute ist die Assozi-ation zu Zellen Beengtheit
oder sogar Gefangenschaft. Die Verbindung mit Kloster-zellen –
und Klausur – ist da nicht gerade eine Befreiung. Und doch: Der
Ursprung der Zellen lag zur Zeit der Kelten beim Heiligtum in „freier
Wildbahn”, konkret bei Wegheiligtümern an
wichtigen Straßen-Kreuzungen abseits größerer menschlicher
Ansiedlungen.
Die Kelten bezeichneten solche Heiligtümer ursprünglich als
celli, ein Wort, das seinen Ursprung in der
indoeuropäischen Wurzel kel für
bergen, schützen, Schutz bieten hat, und auch im keltischen Wort
coel steckt. Da für die Kelten beschützen
und heilen den Sinn des Heiligen ausmachten, ist es nicht weiter verwunderlich,
dass die von ihnen errichteten Heiligtümer (Zellen) an den großen
Kreuzungen als „Schutzhütten”, geführt
von „Eremiten”, betrieben wurden.
Im Zuge der „Missionierung” wurden diese „heidnischen”
Straßenstationen im Mittel-alter in katholische Klöster
umfunktioniert, und der Begriff auf die Mönchszellen übertragen.
Der Name Zell blieb aber auch an den, rund um solche Klöster zu
deren Erhaltung errichteten, Ortschaften hängen. Die heutigen Zell-Orte
der Ostalpen (von Mariazell bis Zell am Ziller) gehen daher im Grunde
alle auf ehemalige keltische Straßenstationen
und Weg-Heiligtümer zurück.
©
Georg Rohrecker
Update:
30.12.2007
